Mit diesem letzten Blogeintrag möchte ich ein kurzes Fazit zum Thema Wahlkampf im Netz ziehen. Es war interessant festzustellen, was das Internet im Bereich der Wahlwerbung für neue Möglichkeiten bietet. Für Politiker eignet sich die Wahlwerbung im Netz bestens für die Selbstdarstellung und ermöglicht so einen (scheinbar) direkteren Kontakt zu den Wählern. Gerade was die Schweiz betrifft, ist das Potential noch längst nicht ausgeschöpft und das Internet wird wohl bei den nächsten Nationalratswahlen noch eine gewichtigere Rolle einnehmen. Erstaunt war ich auch, wie in Amerika die Politiker in Wahlkämpfen als Persönlichkeiten, mit Hilfe von Showelementen, immer mehr inszeniert und beinahe wie Popstars gefeiert werden. Die Werbung und Aussagen der Politiker werden damit aber immer inhaltsleerer und zum grössten Teil werden nur noch die Emotionen der Wähler angesprochen. In der Schweiz wird es wohl nicht so weit kommen, da es doch deutliche kulturelle Unterschiede zu Amerika gibt. Zudem spielt in der Schweiz der persönliche Kontakt zu den Wählern wohl auch in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle.
Gespannt darf man auch sein wie sich die Geschichte weiterentwickelt falls das „e-voting“ einmal flächendeckend eingeführt sein wird. Es wäre dann möglich, dass sich der Wahlkampf noch mehr ins Internet verlagern wird, da diejenigen Personen die per „e-voting“ wählen und abstimmen mit dem gleichen Medium erreicht werden können.
Während meinen Recherchen habe ich sehr viele interessante Artikel gefunden. Die Aktualität der Wahlen in Amerika hat sicher auch dazu beigetragen. Ebenso habe ich viele Wahlvideos gefunden, von denen ich mich auf einige beschränken musste. Unklar ist noch, wie stark sich die Wahlwerbung auf das tatsächliche Wahlverhalten auswirkt. Hat die Wahlwerbung im Netz überhaupt einen Einfluss oder dient sie einfach als unterstützendes Mittel? Zu dieser Frage habe ich noch keine konkreten Zahlen gefunden, was wohl auch daran liegt, dass Untersuchungen und Studien in grösserem Rahmen erst noch gemacht werden.
